KI treibt Lagerautomatisierung voran
09-07-2025
vonBeau van den Berg/8. April 2026/unterNeues aus der Lagerlogistik
Die Lagerautomatisierung steht vor einem großen Wandel. Während das Warehouse Management System (WMS) nach wie vor das Rückgrat der Logistikprozesse bildet, setzt sich die künstliche Intelligenz (KI) als Katalysator für die weitere Optimierung und Flexibilisierung der Lagerabläufe immer mehr durch.
Fast die Hälfte der Logistikunternehmen arbeitet derzeit mit einem WMS. Die Loyalität ist groß: Die Mehrheit nutzt das System bereits seit mehreren Jahren. Nicht ohne Grund konnte die Hälfte der Nutzer bereits innerhalb eines Jahres eine positive Rendite auf ihre Investition erzielen. Damit bleibt das WMS das Fundament, auf dem die moderne Lagerlogistik basiert.
Gleichzeitig bewegen sich WMS und Warehouse Execution Systems (WES) eindeutig in Richtung KI-gesteuerter Plattformen. Durch den Einsatz von maschinellem Lernen werden Entscheidungen in Echtzeit immer präziser und dynamischer, was zu effizienteren Prozessen und einer besseren Kapazitätsauslastung führt. Diese "intelligente Orchestrierung" ermöglicht es Unternehmen, schneller und flexibler auf veränderte Umstände zu reagieren.
Doch die Bereitschaft, in neue Software zu investieren, bleibt begrenzt. Gründe dafür sind unter anderem hohe Zinsen und steigende Betriebskosten. Die durchschnittlichen Softwarebudgets sind leicht gesunken, und viele Unternehmen agieren derzeit vorsichtig. Dennoch erwägt ein erheblicher Teil des Marktes den Umstieg auf ein neues WMS oder die Erweiterung um Asset Tracking, Robotik und KI-Tools innerhalb von zwei Jahren.
Auch die Cloud gewinnt zunehmend an Boden: 42 % der Unternehmen betreiben ihre Software bereits in der Cloud. Vorteile wie ein einheitlicher Zugriff auf Daten, bessere Transparenz und einfachere Updates machen den Umstieg attraktiv, auch wenn ein beträchtlicher Teil noch zögert.
Die Implementierung neuer Systeme verläuft jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Akzeptanz durch die Nutzer, die Finanzierung, der Überblick über die Betriebskosten und die Untermauerung des ROI bleiben wichtige Knackpunkte.