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Das Jahr 2024 ist in der Schifffahrtsbranche als das bisher sicherste Jahr in die Geschichte eingegangen. Weltweit gingen lediglich 27 Schiffe als „Totalverlust“ verloren – die niedrigste jemals verzeichnete Zahl. Dies geht aus der jüngsten Ausgabe eines jährlichen Sicherheitsberichts hervor. Bemerkenswerterweise handelte es sich bei mehr als einem Drittel dieser Verluste um Fischereifahrzeuge. Nur ein Containerschiff ging unter, genau wie in jedem der vergangenen fünf Jahre.

Die Zahlen bestätigen, dass internationale Sicherheitsmaßnahmen nach wie vor Wirkung zeigen. Während vor dem Jahr 2000 jährlich Hunderte von Schiffen verloren gingen, sank diese Zahl bis 2015 auf 105. Seitdem wird fast jedes Jahr ein neuer Tiefststand verzeichnet. So ging zum dritten Mal in Folge kein einziges Massengutschiff verloren, und auch der Offshore-Sektor blieb von Verlusten verschont.

Dennoch gibt es auch Anlass zur Sorge. Die Gesamtzahl der Schiffsunfälle stieg sogar von 2.963 auf 3.310. In mehr als der Hälfte der Fälle handelte es sich um Motorausfälle, gefolgt von Kollisionen. Die Zahl der Brände stieg um 20 % auf 250 Fälle – die höchste Zahl seit zehn Jahren.

Darüber hinaus sorgten jüngste Vorfälle, wie der Untergang der „MSC Elsa 3“ vor Indien, erneut für Schlagzeilen. Dieses 28 Jahre alte Schiff spiegelt einen breiteren Trend wider: Die meisten verunglückten Schiffe sind im Durchschnitt 29 Jahre alt. Auch extreme Wetterbedingungen spielten im vergangenen Jahr bei mindestens sieben Totalverlusten eine Rolle.

Darüber hinaus geben geopolitische Spannungen weiterhin Anlass zur Sorge. Zu nennen ist hier der Einsatz sogenannter „Schattenschiffe“, die versuchen, Sanktionen zu umgehen, oft ohne angemessenen Versicherungsschutz oder Wartung. Noch schwieriger sind die Schiffe der „grauen Flotte“ – scheinbar legitim, aber möglicherweise in verdächtige Praktiken verwickelt.

Und dann gibt es noch die „Zombie-Schiffe“: Schiffe, die unter dem Namen bereits verschrotteter Schiffe operieren und beispielsweise am Ölhandel mit Venezuela beteiligt sind.
Kurz gesagt: Obwohl sich die Sicherheit auf See erheblich verbessert hat, ist weiterhin Wachsamkeit geboten.

Die Schifffahrt ist sicherer denn je, trotz Risiken wie „Zombie-Schiffen“
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