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Lkw-Abgabe

Ab Mitte 2026 werden die Niederlande eine Lkw-Abgabe für alle in- und ausländischen Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3.500 kg einführen. Diese auf der Anzahl der gefahrenen Kilometer basierende Abgabe wird auf Autobahnen, einigen Nationalstraßen und einigen kommunalen Straßen erhoben. Ziel der Initiative ist es, den Schadstoffausstoß zu verringern und die Infrastruktur zu verbessern.

Wichtigste Änderungen
Mit der Einführung der Lkw-Maut werden einige bestehende Regelungen wegfallen:
- Abschaffung der Eurovignette: Die Transportunternehmen müssen diese Vignette nicht mehr erwerben.
- Anpassung der Kraftfahrzeugsteuer: Für Lkw bis 12 Tonnen wird diese Steuer vollständig abgeschafft; für Lkw über 12 Tonnen wird die Steuer auf das europäische Mindestniveau gesenkt.

Tarifstruktur
Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Gewicht des Fahrzeugs und der CO₂-Emissionsklasse. Je schwerer und schadstoffreicher das Fahrzeug ist, desto höher ist der Satz pro Kilometer. Der Durchschnittssatz liegt bei etwa 0,167 € pro Kilometer (Preisniveau 2023). Durch diese Differenzierung wird die Nutzung sauberer und leichterer Fahrzeuge gefördert.

Erfassung und Registrierung
Lkw müssen mit einem Bordgerät ausgestattet sein, das die gefahrenen Kilometer per Satellitennavigation aufzeichnet. Hierfür werden die Spediteure einen Vertrag mit einem zugelassenen Mautdienstleister abschließen. Das System ähnelt den bestehenden Gebührensystemen in Ländern wie Deutschland und Belgien und verringert den Verwaltungsaufwand für international tätige Spediteure.

Verwendung der Einnahmen
Die Nettoeinnahmen aus der Lkw-Abgabe werden in eine nachhaltigere und innovativere Gestaltung des Verkehrssektors investiert. So wird ein erheblicher Teil der Einnahmen für Subventionen für die Anschaffung von emissionsfreien Lkw und den Aufbau von Ladeinfrastruktur verwendet. Im Jahr 2024 standen beispielsweise 70 Millionen Euro für solche Subventionen zur Verfügung, und für 2025 sind 100 Millionen Euro vorgesehen.

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