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Neben der physischen Kriegsführung wird die Schifffahrtsindustrie auch von einer unsichtbaren Front geplagt: der Cyberkriminalität. Ein Bericht des Sicherheitsunternehmens Cytur zeigt, dass sich die Zahl der Vorfälle bis 2025 mehr als verdoppeln wird. Insbesondere die Manipulation von GPS-Signalen, auch bekannt als Spoofing", stellt eine akute Bedrohung für die Sicherheit im Seeverkehr dar.

GPS-Störungen können dazu führen, dass Schiffe unwissentlich von ihrer Route abweichen, in verbotene Hoheitsgewässer eindringen oder zu katastrophalen Kollisionen führen. In der Region des Persischen Golfs und des Roten Meeres sind diese Angriffe laut Cytur inzwischen "tägliche Realität". Bereits im vergangenen Jahr lief das Containerschiff MSC Antonia aufgrund einer solchen Störung auf Grund. Jeden Tag sollen mehr als tausend Schiffe von Signalmanipulationen betroffen sein.

Rotterdam als gefährdete Drehscheibe

Das Risiko steigt nicht nur auf hoher See, sondern auch in großen Häfen wie Rotterdam und Los Angeles. Kriminelle haben es mit Ransomware auf Hafenterminals abgesehen, um den Be- und Entladebetrieb komplett lahmzulegen. Der wirtschaftliche Schaden einer solchen Blockade ist enorm, so dass Reedereien eher bereit sind, exorbitante Lösegelder zu zahlen.

"Lizenz zum Segeln"

In Asien nutzen "Cyberpiraten" digitale Eindringlinge, um herauszufinden, welche Schiffe hochwertige Fracht transportieren, damit die physischen Piraten gezielter zuschlagen können. Experten fordern daher, dass Cybersicherheit eine offizielle "Lizenz zum Segeln" wird. Die Branche muss dringend von Papierregeln zu praktischer Sicherheit übergehen, um einen totalen Zusammenbruch der Logistik zu vermeiden, so der Bericht.

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